WETTERVORHERSAGE

Willkommen

Der Winter ist eine Zeit der Ruhe – Pflanzen und Menschen gönnen sich einige Monate Abstand: Im Garten ist kaum mehr etwas zu tun und die niedrigen Temperaturen locken nicht nach draußen. Dennoch, warm angezogen können Winterspaziergänge ein besonderer Genuss sein und aus dem Fenster betrachtet man seinen Garten ohnehin immer wieder unter einem anderen Blickwinkel. Für viele sind die Vorweihnachtswochen auch eine Zeit der Gastlichkeit mit Adventsbesuchen und langen geselligen Abenden. Ein ansprechender Vorgarten, auch in der Winterzeit, ist so etwas wie die Visitenkarte des Hauses, und Pflanzen heißen den Besucher willkommen. Gäste fühlen sich willkommen und auch für die Hausbesitzer ist es schön, wenn der Eingangsbereich ansprechend gestaltet ist.

Schöne Immergrüne

Mit ihrem frischen Grün bringen immergrüne Gehölze auch im Winter Leben in den Vorgarten. Diese Pflanzen galten den Menschen früherer Zeiten als Symbole für Lebenskraft und Ausdauer. Deshalb wurden gerne Zweige von immergrünen Gehölzen ins Haus geholt. Heute sind zum Beispiel immer noch die Zweige von Stechpalmen (Ilex aquifolium und Sorten), oft sogar mit roten Beeren, als winterlicher Schmuck in der Wohnung beliebt. Auch draußen erfreut das Grün jener Pflanzen, die mit ihren Blättern der Kälte trotzen. Besonders schön im Eingangsbereich sind Nadelholzstämmchen wie kleine Kiefern oder Scheinzypressen. Diese Miniaturbäume kommen gut in Kübeln zur Geltung und lassen sich dann an unterschiedlichen Stellen platzieren. So können sie zum Beispiel später im nächsten Jahr auf die Terrasse umziehen. Den Eingangsbereich schmücken dann vielleicht blühende Gehölze wie ein kleines Rosenstämmchen oder andere in der warmen Jahreszeit besonders interessante Pflanzen.

Schmückende Knospen und Beeren

Das dunkle Grün vieler Nadelgehölze ist ein interessanter Kontrast zu roter oder silberfarbener Weihnachtsdekoration. Doch viele Gehölze wirken schon durch ihre Struktur und ihren markanten Wuchs. Einige bringen ihren weihnachtlichen Schmuck sogar selber mit. Skimmien sind kleine immergrüne Sträucher, die im Winter durch rote Knospen oder Beeren auffallen. Die Blüten-Skimmie (Skimmia japonica ‘Rubella‘) hat auffallende braunrote Blütenknospen, die die Pflanze im Herbst und im Winter zieren. Im Frühling erscheinen dann weißrosafarbene kleine Blüten. Skimmien wachsen langsam und können gut in einen Kübel gepflanzt werden. Sie sind dann auch außergewöhnliche Schmuckstücke für den winterlichen Balkon oder für die Terrasse. Mit dem warmen Farbton der Knospen passen sie gut in weihnachtliche Pflanzenarrangements – genauso wie die Frucht-Skimmien (Skimmia japonica), die im Herbst und im Winter viele Beeren in festlichem Rot tragen. Wenn der Boden nicht gefroren ist, können die kleinen Ziersträucher auch im Winter noch in den Garten gepflanzt werden. Weil sie immergrün sind und einen kompakten Wuchs haben, sind sie außerdem ein schönes Geschenk in dieser Jahreszeit.

Große grüne Vielfalt

Buchsbäume eignen sich ebenfalls gut für stimmungsvolle winterliche Pflanzenkombinationen. Aufgrund der Vielfalt an Formen und Größen lassen sich Buchsbäume für die unterschiedlichsten Zwecke finden. Der Berg-Ilex (Ilex crenata und Sorten) erinnert mit seinen kleinen immergrünen Blättern an einen Buchsbaum und eignet sich deshalb auch gut als Buchsbaum-Ersatz. Sowohl der Buchsbaum als auch der Berg-Ilex sind in Form geschnitten erhältlich und können so, im Garten oder in einem ausreichend großen Kübel, deutliche und unverwechselbare Akzente setzen.

Für filigrane Skulpturen im Raureif

Ziergräser bilden einen reizvollen Kontrast zu markanten Formen oder großblättrigen Pflanzen. Es lohnt sich, auch zum Ende der Gartensaison im Fachhandel nach Gräsern Ausschau zu halten, die mit ihren zierlichen Strukturen im Winter Pflanzenkombinationen aus immergrünen Gehölzen auflockern. Im Garten werden viele Gräser durch Eis oder Raureif zu interessanten Skulpturen. Es ist sinnvoll, trockene Halme von Gräsern oder die Samenstände von Stauden erst zu Beginn des Frühlings zu entfernen.

Blütenzauber in der Kälte

Es gibt auch einige Pflanzen, die trotz Eis und Schnee blühen. Dazu gehört nicht nur die bekannte Christrose, deren große helle Blüten ein besonderer Schatz im winterlichen Garten sind. Auch im großen Sortiment der Heidepflanzen finden sich Sorten, denen die Kälte nichts anhaben kann – und die sogar kräftige Blütenfarben in den Garten bringen. Die Schnee- oder Winter-Heide (Erica carnea in Sorten) ist ein ausdauernder und  immergrüner Winterblüher. Wenn man verschiedene Sorten kombiniert, kann die Blütezeit vom Dezember bis in den April reichen. In Gefäße gepflanzt, bringt diese Heideart im Winter frisches Weiß oder kräftige Farben von Rosa über Rot bis Violett auf den Balkon oder neben die Haustür. Interessant ist auch, dass der Grünton der nadelartigen Blätter variiert, denn es gibt Sorten mit frischgrüner, graugrüner oder tief dunkelgrüner Blattfarbe. Die Pflanzen können, wenn sie als Gruppe in den Garten gepflanzt werden, dichte, bis circa 30 Zentimeter hohe ganzjährig grüne Teppiche bilden, die im Winter mit dem Farbenspiel ihrer Blüten überraschen.

Am besten ist es, schon frühzeitig im Facheinzelhandel nach Winterschönheiten Ausschau zu halten. Dann können der Vorgarten oder der Hauseingang rechtzeitig vorbereitet werden, um Gäste oder Hausbewohner in der Vorweihnachtszeit oder zum Jahreswechsel herzlich willkommen zu heißen.

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Interessant zu wissen – rund um die Pflanzen des Monats Dezember

Viele Nadelbäume sind immergrün, weil ihre nadelähnlichen Blätter besser gegen tiefe Temperaturen gewappnet sind als die Blätter der sommergrünen Laubgehölze. Nadeln haben eine im Vergleich zu Laubblättern relativ kleine Oberfläche. Außerdem besitzen sie im Allgemeinen eine dicke Wachsschicht. Beides trägt dazu bei, die Verdunstung zu reduzieren. Laubgehölze würden wegen der meist größeren Blätter im Winter viel zu viel Wasser verdunsten und schließlich vertrocknen, weil sie aus dem gefrorenen Boden keinen Wassernachschub bekommen. Um das zu vermeiden, werfen viele Laubgehölze im Herbst ihre Blätter ab. Sie entziehen ihnen jedoch vorher noch Nährstoffe, die sie über Winter im Holz einlagern, damit sie im nächsten Jahr wieder zur Verfügung stehen.

Heidegärten sind relativ einfach zu pflegen. Empfehlenswert sind ein Rückschnitt sowie die Gabe von Dünger zu Beginn des Frühlings. Die Besenheide (Calluna vulgaris) zum Beispiel, die in der Lüneburger Heide wächst, wird durch die Heidschnucken kurz gehalten. Wenn Heidepflanzen nicht zurückgeschnitten werden, würden sie zu hoch werden und von unten verkahlen. Am besten setzt man die Schere unter den alten Blütenständen an. Dieser Rückschnitt fördert auch die Blütenbildung.