WETTERVORHERSAGE

Unkraut, Krankheiten und Schädlinge

Unkraut

Unkraut ist ein großes Ärgernis, aber mit etwas Überlegung und Pflege lässt sich das Problem klein halten.

Wie kann ich Abhilfe schaffen?

Es ist fast unmöglich, Unkraut zu vernichten, wenn es erstmal zwischen den Wurzeln der Stauden wächst. Daher sollten Sie sich frühzeitig darum kümmern.
1. Bevor Sie das Beet anlegen, vernichten Sie das Unkraut möglichst vollständig – mit Wurzeln und allen Trieben – soweit dies möglich ist.                                                         
2. Danach entfernen Sie das Unkraut regelmäßig während der  Wachstumszeit. Benutzen Sie dazu aber keine Hacke zwischen den Stauden, da Sie damit die Wurzeln der Pflanzen beschädigen können. 
3. Verteilen Sie eine 3 bis 5 cm dicke Mulchschicht zwischen den Pflanzen, um damit das Keimen des Unkrauts zu verhindern. Vorverpackte Topferde eignet sich ideal als Mulch, da sie garantiert steril ist. Giersch, Winde und Zinnkraut sind einige der hartnäckigsten Unkräuter, da jede ihrer Wurzeln vollständig in eine Pflanze hineinwachsen kann. Regelmäßiges und unentwegtes Hacken, sobald sich ein Unkraut zeigt, kann nachhaltig für Ruhe sorgen. Kies und Splitt sollten ebenfalls regelmäßig geharkt werden, um das Wachstum des Unkrauts zu stören. 

Moos im Rasen

Moos kann mehrere Ursachen haben:
a. Schatten;
b. ein Bereich, der zu feucht ist;
c. zu wenig Luft im Boden und der Rasen ist zu kurz geschnitten.

Solche bedingungen sind ungünstig für den Rasen und er wird lange brauchen, bis er sich erholt hat. Moos wächst viel schneller. Es kann unter anderem durch reichliche Nährstoffgabe unterdrückt werden. Das Gras wächst dann so schnell, dass das Moos nicht mehr mithalten kann. Stark belastete Rasenflächen können durch das Stechen von Löchern mit einer Gartenforke belüftet werden. Das Einbürsten von etwas scharfem Sand in die Löcher verlängert diese Wirkung.

Krankheiten

Das alte Sprichwort, dass Vorsorge besser als heilen ist, bestätigt sich hier. Sie können viel tun, um Ihre Pflanzen vor Krankheiten zu schützen. Pflanzen, die sich wohlfühlen, werden nicht so schnell krank. Sorgen Sie für gute Wachstumsbedingungen, oder noch besser: setzen Sie die richtige Pflanze an den richtigen Ort. Wählen Sie also Pflanzen aus, die den Bedingungen in Ihrem Garten entsprechen. Wenn Ihre Pflanzen dennoch Krankheitssymptome zeigen, holen Sie am besten sofort fachmännischen Rat ein. Das können Sie in Ihrem Gartencenter, mit Gartenzeitschriften, Gartenvereinen, über die Gartenseiten in den Tageszeitungen oder die Ratgeber in Radiosendungen machen. Hilfe gibt es ebenfalls in Büchern und im Internet.
 

Hier sind einige Tipps zur Abwehr von Krankheiten:

1. Rosen 

Bei Rosen müssen Sie besonders auf Sternrußtau und Schimmel achten und diese Pilze sofort nach ihrem Auftreten bekämpfen.

2. Clematis

Besonders großblütige Clematis können von der Clematiswelke betroffen sein. Das ist eine schlimme Krankheit, bei der die Triebe absterben. Zum Glück betrifft das nur die Pflanzenteile oberhalb des Bodens. Alle Teile in der Erde bleiben gesund. Aus diesem Grund sollen Clematis immer etwas tiefer eingepflanzt werden, als sie es zuvor im Topf waren. Wenn die Pflanze von der Krankheit befallen ist, kann sie wieder gesund aus dem Boden nachwachsen. Dazu müssen Sie die Pflanze  bis zum Boden zurückschneiden.  

3. Obst

Feuerbrand ist eine der zerstörerischsten Krankheiten bei Obstbäumen. Birnen sind besonders anfällig dafür. Welke, schwarze Enden der Zweige sind ein sicheres Anzeichen für diese Krankheit. Dunkle, leicht vertiefte Flecken zeigen sich darüber hinaus am Stamm. Aus den Zweigen der verwelkten Blüten und Blätter kann auch eine schleimartige Substanz herausquellen (besonders während der Nachblüte im Sommer).

Apfelbäume: Anfällig für Schorf und Mehltau - Bleiglanz ist die am weitesten verbreitete Krankheit bei Pflaumen. Dabei wird die Blattoberfläche gelöst, so dass Luft darunter gelangen kann. Das gibt dem Blatt eine ungewöhnlich silbrige oder bleiartige Verfärbung. Das ist eine sehr unangenehme Krankheit, die den Baum in kurzer Zeit töten kann. Harzfluss ist ein weiteres Problem bei Pflaumenbäumen.

Fäulnispilze: Fäulnispilze können Blüten, Blätter und Früchte bemerkenswert schnell angreifen. Bekämpfen Sie diese Pilze mit einem geeigneten Fungizid sobald Sie sie entdecken.

Nützlinge

In einem gesunden Garten leben vielerlei Insekten – und so sollte es auch sein. Grundsätzlich gibt es ein natürliches Gleichgewicht, in dem sich die Bestände selbst regulieren. Es wird nur problematisch, wenn plötzlich eine Art dominiert. Sofern das zu Schädigungen der Pflanzen führt, müssen Sie etwas unternehmen. Aber übertreiben Sie es nicht. In vielen Fällen stellt die Natur das Gleichgewicht selbst wieder her.

Nützliche Tiere im Garten

So wie die nützlichen Insekten können auch Vögel und Säugetiere helfen, ein gesundes Gleichgewicht im Garten zu erhalten. Meisenvögel (einschließlich Kohl- und Blaumeise) fressen Schädlinge wie beispielsweise Raupen. Und sie fressen viele davon! Wenn sie ein Nest mit Jungvögeln haben, werden sie Hunderte davon verspeisen. Meisenkästen geben den Elternvögeln eine gute Nistmöglichkeit, besonders, wenn in Ihrem Garten verschiedene Pflanzen wachsen. Marienkäfer, wie auch Ohrenkneifer, fressen Blattläuse. Igel verputzen große Mengen von Insekten und Schnecken.

Schädlinge

1. Schnecken

Gegen Schnecken gibt es eine ganze Reihe von ’Hausmitteln’. Schnecken sind hauptsächlich nachtaktiv. Sie können sie per Hand bei ihren nächtlichen Fresstouren einfangen. Eines der besten Mittel sind die umweltverträglichen Schnecken-Pellets, die für Vögel oder Haustiere ungefährlich sind. Der Einsatz der Pellets beutet, dass keine toten Schnecken zu entfernen sind, da sich die Schnecken zum Sterben in den Boden verkriechen. Einige schwören auch auf die Bier-Falle oder verstreuen großkörnigen Sand um gefährdete Pflanzen.

2. Blattläuse

Blattläuse können sehr lästig sein, aber bekämpfen Sie sie nur dann, wenn sie zur echten Plage geworden sind. Je gesünder Ihre Pflanzen sind, desto weniger werden sie befallen. Schwarzer Belag (Rußtaupilz) kann sich auf dem von Blattläusen ausgeschiedenen Honigtau bilden. In diesem Fall brauchen Sie zwei Hilfsmittel: Eines gegen Blattläuse und eines gegen Pilze. Wenden Sie Insektizide nicht tagsüber an, weil dann die Bienen sehr aktiv sind und darunter leiden würden. Wenn Sie ein Insektizid verwenden müssen, warten Sie bis die Bienen am Abend ihre Flugaktivitäten eingestellt haben.

3. Ohrenkneifer

Ohrenkneifer können ein großes Problem bei Dahlien und Chrysanthemen sein. Ihr Knabbern kann den Pflanzen beträchtlichen Schaden zufügen. Man kann sie mit einer Ohrenkneiferfalle, die mit Heu oder Stroh (alternativ eignen sich auch Holzspäne oder Papierschnipsel) gefüllt wird, fangen. Die Falle wird umgedreht auf einen Stock in der Nähe der Pflanzen aufgestellt. Mit einem gewöhnlichen Blumentopf ist es schwieriger, weil sich seine Form verjüngt und deshalb der Inhalt leicht herausfallen kann. Ohrenkneifer sind nachtaktiv und verstecken sich am Tage. Sie sind leicht zu entfernen

4. Algen

In jedem Teich entwickeln sich irgendwann Algen. Algensporen schweben überall durch die Luft, und wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen, können die Algen wachsen. Es gibt verschiedene Algenarten. Jeder kennt die schwimmenden Algen, die einen Teich im Frühjahr in eine grüne Suppe verwandeln können. Üblicherweise ist das nur von kurzer Dauer und hört wieder auf, sobald die Wasserpflanzen damit beginnen, dem Wasser Nährstoffe zu entziehen. Wenn der Teich später im Jahr noch immer schwimmende Algen hat, verfügt er über viel zu viele Nährstoffe. Das kann durch zu viele Fische verursacht werden. Eine sehr bekannte Algenart ist die Fadenalge, die massenhaft lange, zarte grünlich-weiße Fäden bildet. Die Fische legen gern ihre Eier darin ab und fressen sie. Die Fadenalge bringt Sauerstoff ins Wasser und verbessert somit die Wasserqualität. Wenn größere Mengen an Fadenalgen auftreten, sollten sie jedoch besser entfernt werden.

Die Aufrechten Algen erinnern in ihrer Struktur an gewöhnliche Pflanzen, also mit Stängel und blattförmigen Elementen. Algen sind einzellige Pflanzen – einige Arten können fädrige Massen bilden, aber üblicherweise schwimmen sie im Wasser. Im Gegensatz zu Pilzen verfügen Algen über das Chlorophyll, das sie benötigen, um Nahrung aus den sie umgebenden Substanzen (Wasser) zu bilden. Sie haben keine Wurzeln, und daher können sie keine Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Einige der aufrechten Algenarten, die Sie in Ihrem Teich entdecken können, sind  Enteromorpha intestinalis, die röhrenartige Strukturen bilden, Chara fragilis, die dem Zinnkraut ähnelt und die seltene Batrachospermum moniliforme, die Flächen aus schleimig blau-grünen Fäden bildet. Wenn sich diese Algenart in Ihrem teich entwickelt, stimmt es nicht mit der Wasserqualität.