WETTERVORHERSAGE

Rosen

Die große Gruppe der Buschrosen wird üblicherweise in verschiedene Kategorien unterteilt. Teehybriden, Floribunda-, Polyantha-, Strauchrosen und auch die so genannten Miniatur-Rosen. Sie alle werden auf die gleiche Weise veredelt, unabhängig von ihrer Größe. Auch hinsichtlich des Rückschnitts gelten einige Grundregeln für alle genannten Rosentypen: Sie werden jedes Jahr stark zurückgeschnitten und das Schnittgut sollte aus den Beeten entfernt werden. Dies zum Einen, damit Sie sich nicht später an den Dornen verletzen, aber auch, weil an den Zweigen die Sporen verschiedener Pilzkrankheiten überwintern, die ansonsten im nächsten Jahr die Rosen wieder infizieren könnten.

Wann schneiden?
Eine alte Gärtnerregel besagt, dass die Buschrosen zwischen dem 1. März und dem 1. April geschnitten werden sollen. Diese Empfehlung beruht auf alten Wettererfahrungen in Bezug auf die Entwicklung der Rosen. Im März treiben sie schon mächtig und es ist sinnvoll, mit rechtzeitigem Schnitt zu verhindern, dass die Pflanze sich verausgabt. Früherer Schnitt dagegen verbietet sich, weil es noch Frost geben kann, der die jungen Knospen schädigt. Infolge der allgemeinen Veränderungen des Klimas und auch der neuen Sorten ist es heute jedoch möglich, schon im Februar die Rosen zu schneiden.

Wie schneidet man Buschrosen?
Als erstes gilt es, alle toten, schwachen oder kranken Zweige tief abzuschneiden. Schon damit sollte Ihre Rose lichter und offener da stehen. Entfernen Sie auch sich kreuzende Zweige, so dass die Mitte des Rosenstocks möglichst offen liegt. Die verbleibenden vier bis fünf Grundtriebe werden nun auf etwa Scherenlänge zurück geschnitten, wobei der Schnitt kurz über einer nach außen stehenden Knospe erfolgen sollte.

Wie schneidet man Minirosen?
Im Grunde schneiden Sie die Minirosen genauso wie Buschrosen, allerdings etwas kürzer, nämlich auf etwa 5-10 Zentimeter Länge. Dann wachsen sie umso stärker und werden reich blühen.

Wie schneidet man Strauchrosen?
Zu den Strauchrosen gehören auch die so genannten historischen und botanischen Rosen. Sie sind den wilden Rosen am ähnlichsten, wachsen stark und blühen reich, haben allerdings kleinere Blüten als die Edelrosen. Für die meisten Strauchrosen ist es kein Problem, wenn Sie sie einige Jahre lang überhaupt nicht schneiden. Sie werden munter weiter wachsen und blühen und mehr und mehr dickere Zweige ausbilden. Beobachten Sie also Ihre Strauchrosen und schneiden Sie erst, wenn Ihnen die Pflanze zu groß wird oder wenn sie deutlich weniger Blüten zeigt. Je länger Sie die Strauchrose frei wachsen lassen, um größer und majestätischer wird sie dastehen – was nicht hindert, dass Sie regelmäßig tote, schwache bzw. kranke und sich kreuzende Triebe tief herausschneiden, wie bei den anderen Rosen auch. Auch wenn Sie jedes Jahr einen Teil der gesunden Triebe ganz herausschneiden, halten Sie Ihre Rose vital und sorgen für eine ständige Verjüngung des Strauches, ohne dass er insgesamt verkleinert wird. Bedenken Sie, dass starker Schnitt zu starkem Wachstum führt, für Strauchrosen ist also insgesamt Zurückhaltung angebracht, zumal Sie so am ehesten den natürlichen Wuchs der Pflanze erhalten.

Der beste Schnittzeitpunkt ist das Frühjahr, zumal Sie dann den Winter über die Hagebutten erhalten, die übrigens ein wertvolles Tierfutter sind, Sie können aber auch nach der Blüte schneiden.
Rosen, die dichte Hecken bilden, wie z.B. die Hundsrose (Rosa rugosa), werden am besten jedes Jahr leicht ausgedünnt, um eine ständige Verjüngung zu erreichen. Die Pflanzen werden dann kompakter, blühen reicher und sehen insgesamt besser aus.

Wie schneidet man Kletterrosen
Die meisten Kletterrosen blühen regelmäßig und reich. Sie sollten im Herbst nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Schneiden Sie nicht zu stark! Wie immer: Zuerst werden tote, schwache und kranke sowie sich kreuzende Zweige tief herausgeschnitten. Was Sie wissen sollten: Triebe, die horizontal wachsen, produzieren mehr Blüten als die senkrecht nach oben strebenden, wüchsigen Triebe. Binden Sie also nach Möglichkeit auch junge Triebe in eine horizontale Wuchsrichtung an das Rankgerüst! Seitentriebe sollten auf etwa zwei Drittel ihrer Länge gekürzt werden. Kletterrosen, die in Bäume gewachsen sind, können Sie am besten ungeschnitten weiter wachsen lassen.

Wie schneidet man Bodendeckerrosen?
Am besten schneiden Sie Bodendeckerrosen nach der Blüte. Einzelne, zu lange Triebe werden ganz entfernt, auch einige der älteren Triebe sollten Sie jedes Jahr tief abschneiden, damit die Pflanzen sich regelmäßig verjüngen können. Ansonsten gilt die Faustzahl, die Triebe auf etwa vier bis sieben Augen (Knospen) Länge zurück zu schneiden und – natürlich – das Schnittgut aus dem Beet zu entfernen.