WETTERVORHERSAGE

Das Staudenjahr

Das Pflanzen von Stauden und anderen krautigen Pflanzen

Sie können aus einer vielfältigen Auswahl an Topf-Stauden wählen. Wenn Sie ein Beet anlegen möchten, können Sie die Stauden zunächst mit dem Topf arrangieren, um damit einen Gesamteindruck zu bekommen. Damit es natürlich aussieht, sollten Sie Gruppen gleicher Sorten zusammenstellen. Wenn Sie einen eher modernen und sachlichen Eindruck schaffen möchten, setzen Sie die Pflanzen in geordneten Gruppen oder Reihen.

Die Schritte für das Pflanzen:

  1. Entfernen Sie die Töpfe von den Pflanzen.
  2. Graben Sie ein Pflanzloch.
  3. Setzen Sie den Wurzelballen in das Loch.
  4. Drücken Sie mit beiden Händen vorsichtig die Erde fest.
  5. Es ist wichtig, dass die Wurzeln guten Kontakt zur Erde haben.
  6. Gießen Sie sorgfältig.

Tipps für den Frühling

Große Stauden müssen im Frühjahr gestützt werden, damit sie kleinere Pflanzen nicht verdecken oder vom Wind abgeknickt werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist, wenn die Pflanzen beginnen auszutreiben.
Die meisten Stauden müssen im Frühling (ab Anfang März) ’geputzt’ werden.

Dazu ist Folgendes zu tun:

  • Entfernen Sie alle abgestorbenen Stängel und Blätter. Achten Sie dabei darauf, die neuen Triebe nicht zu beschädigen. Heckenscheren sind dafür sehr gut geeignet.
  • Immergrüne Stauden, die noch immer gut aussehen, brauchen keine Pflege, aber wenn sie nicht mehr so attraktiv sind, können sie kurz oberhalb des Bodens abgeschnitten werden. Sie werden dann wieder schön und gesund austreiben.
  • Wenn sich eine Pflanze bis zum Mai noch nicht erholt hat, ist sie höchstwahrscheinlich abgestorben und sollte ersetzt werden.
  • Einige horstig wachsende Stauden können altern. Sie werden dann nicht mehr wachsen oder blühen. Auch für sie gilt: auswechseln.

Tipps für den Sommer

Viele Stauden, wie beispielsweise Salvia, Nepeta, Trollius und Frauenmantel (Alchemilla), können nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten werden. Sie blühen dann ein zweites Mal.

Solange Stauden genug Wasser und Nährstoffe haben, entwickeln sie sich gut. Wenn eine dieser wichtigen Zutaten fehlt, werden sie das schon bald zeigen: Wassermangel kann zu einer kürzeren Blütezeit und zu kleineren Pflanzen führen. Nährstoffmangel kann sich durch kleinere Blüten sowie verringertes Wachstum bemerkbar machen.

Einige Pflanzen werden auch anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. In den meisten Fällen schließt das auch Pilze, wie etwa Echten und Falschen Mehltau ein. Einige Stauden, zum Beispiel Großer Staudenphlox, Astern und Indianernesseln, sind dafür sehr anfällig, doch mittlerweile werden auch schon einige Sorten angeboten, die nicht so empfindlich sind. 
Wenn die Pflanzen befallen sind, schneiden Sie die betroffenen Teile ab und entsorgen sie (im Gartenabfall). Dann düngen und gießen Sie die Pflanzen regelmäßig. 
Ersetzen Sie eine befallene Pflanze oder eine, die wiederholt von Krankheiten betroffen ist, durch eine robustere Sorte. Das ist umweltfreundlicher als wiederholtes Spritzen.

Während der Wachstumszeit können Sie die besonders üppig wachsenden und blühenden Pflanzen, wie zum Beispiel Lavatera, zusätzlich mit organischem Dünger stärken. Andere Stauden brauchen keine zusätzliche Düngung, sofern sie mit ausreichend Langzeitdünger und einer Kompostschicht versorgt wurden (siehe dazu auch unter ’Winter’).

Tipps für den Herbst

Stauden brauchen im Herbst viel Pflege.

Schneiden Sie, soweit erforderlich, sehr unschöne oder störende verblühte und verwelkte Stängel ab und schützen Sie nicht vollkommen winterharte Sorten. Decken Sie beispielweise den Boden über den Wurzeln mit Koniferenzweigen ab oder verteilen Sie Komposterde zwischen den Pflanzen.

Absterbende Stängel und Blätter sollten weitgehend an der Pflanze bleiben, um damit spätere Frostschäden zu vermeiden.

Nur wenn abgestorbene Pflanzenteile andere immergrüne Pflanzen ersticken könnten, sollten Sie die Pflanzen zurückschneiden. Zum Ausgleich verteilen Sie dann frische Pflanzerde zwischen den Wurzeln.

Tipps für den Winter

Wie wäre es mit einigen tatsächlich winterblühenden Pflanzen? Dann schauen Sie doch mal nach Helloborus niger, der Christrose. Sie zeigt ihre Blüten mitten im Winter. Viele Sorten blühen sogar bis ins Frühjahr hinein.

Das alljährliche Ausbringen einer ca. drei Zentimeter dicken Kompostschicht im Winter reicht den Stauden, um dann ab dem Frühjahr wieder für viele Monate zu wachsen und zu blühen. Sie können auch etwas trockenen Kuhmist oder Knochenmehl verwenden.