WETTERVORHERSAGE

Bäume und Sträucher

Umpflanzen eines Strauches oder kleinen Baums

  • Legen Sie einen Graben im Umkreis von etwa vierzig Zentimetern vom Stamm oder den bodennahen Zweigen an.
  • Schneiden oder sägen Sie alle Wurzeln ab, die in den Graben ragen. Dann schneiden Sie auch die Wurzeln unterhalb des Wurzelballens im Graben ab.
  • Fassen Sie mit einem Spaten oder einer Grabegabel unter den Wurzelballen und heben Sie ihn an.
  • Wenn der Baum oder Strauch nicht zu schwer ist, können Sie ihn nun aus dem Loch heben.
  • Sofern das neue Pflanzloch nicht allzu weit entfernt ist, können Sie die Pflanze auf einem festen Stück Stoff (zum Beispiel einem Jutesack) dorthin ziehen. Ansonsten benutzen Sie eine Schiebkarre.

Stellen Sie sicher, dass die neue Pflanzstelle vorbereitet ist

  • Graben Sie vorher ein Pflanzloch, in das der Wurzelballen problemlos hineinpasst.
  • Mischen Sie die Erde mit reichlich Kompost und gießen Sie sie ausreichend.
  • Eine große Pflanze oder ein Baum ist windempfindlich. Es kann daher erforderlich sein, Entlastung zu schaffen (siehe unten).
  • Platzieren Sie den Strauch oder Baum in der gewünschten Position im Pflanzloch.
  • Setzen Sie die Pflanze genau so tief, wie sie an ihrer ursprünglichen Pflanzstelle gestanden hat.
  • Schaufeln Sie nun die mit Kompost angereicherte Erde um den Wurzelballen herum zurück ins Loch und treten Sie sie gut fest. Am Rand der Pflanzgrube lassen Sie vorerst zu besseren Bewässerung einen Gießrand. Jetzt braucht die Pflanze erst einmal Ruhe. Während der ersten Wochen sollten Sie den Bereich innerhalb des Gießrandes zusätzlich gut wässern.
  • Nachdem sich der Baum oder Strauch an seine neue Umgebung gewöhnt hat, können Sie den Boden ebnen. Gießen Sie den Baum oder Strauch aber weiterhin ausreichend.
  • Junge Triebe können, besonders bei immergrünen Pflanzen, unter Umständen schlaff herunterhängen. Sobald sich die Pflanze erholt hat, wird sich auch das wieder bessern.

Umpflanzen von alten, großen Bäumen oder Sträuchern

Das überlassen Sie besser den Profis, denn das ist schwere Arbeit und kann sogar gefährlich werden. Ein Gartenbaubetrieb hat die erforderliche Ausrüstung für so etwas. Grundsätzlich wird die Arbeit in zwei Phasen erledigt:

Phase 1:

Im Herbst wird vor dem Umpflanzen ein Graben um den Baum oder Strauch angelegt. Dabei werden auch die Wurzeln in ausreichendem Abstand vom Stamm – also entsprechend der gewünschten Größe des Wurzelballens – durchtrennt. Bis auf drei gleichmäßig verteilte große Wurzeln werden die anderen Wurzeln fast vollständig abgeschnitten. Dann wird der Graben mit Kompost oder frischer Pflanzerde gefüllt. Anschließend wird Wasser in den Graben gegossen. Bald werden sich neue, feine Wurzeln bilden, die später das schnelle Wachstum am neuen Standort garantieren.

Phase 2:

Im nächsten Jahr werden die drei großen Wurzeln auch durchtrennt und der Baum kann mitsamt seinem Wurzelballen und den neuen Wurzeln bewegt werden. Dadurch werden die Chancen maximiert, dass der Baum sein Wachstum fortsetzt.

Baumpfahl oder nicht?

Ein Baum wächst am besten, wenn er mit seinen Wurzeln festen Halt in der Erde hat. Wenn ein Baum umgepflanzt wurde, verfügt er bereits über eine Krone, in der sich der Wind fangen kann, allerdings sind seine Wurzeln damit noch überfordert. Der Baum wird daher schwanken und kann sogar umfallen. Ein Baumpfahl kann Abhilfe schaffen.

Hier die Regeln für die Nutzung eines Baumpfahls:

  • Ein Baum sollte sich nicht auf seinem Baumpfahl ’ausruhen’, da er dann zu wenige Wurzeln entwickelt.
  • Ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit muss erhalten bleiben.
  • Ein Baumpfahl sollte nach spätestens zwei Jahren wieder entfernt werden.
  • Ein Baumpfahl hat die größte Wirkung, wenn er auf der Seite angebracht wird, aus der der Wind meistens bläst.