WETTERVORHERSAGE

Pflanzen und Umpflanzen

Fast alle Pflanzen wachsen mit ihren Wurzeln in der Erde und haben daher eine starke Verbindung mit dem Boden und dem Platz, an dem sie stehen. In der Natur sind die Pflanzen an ihren Standort gebunden. Sie kennen die Bedingungen dort und haben sich ihnen angepasst. Veränderungen dieser Bedingungen, zum Beispiel durch das Umpflanzen, bedeuten Stress für sie. Viele Pflanzen brauchen daher Zeit, um sich von solch einem Eingriff zu erholen.

Wann sollte umgepflanzt werden?

Kleine Bäume, Sträucher und mehrjährige Pflanzen im Garten können leicht umgepflanzt werden - vorausgesetzt, die Wurzeln werden möglichst wenig beschädigt. Das Umpflanzen kann am besten erledigt werden, wenn sich die Pflanze im “Winterschlaf“ befindet (also ab Herbst) oder kurz vor der nächsten Wachstumszeit (das heißt gegen Ende des Winters oder zum Frühlingsbeginn). Den Wurzeln bietet das die beste Möglichkeit wieder erfolgreich zu wachsen.


Was passiert beim Umpflanzen?

  • Die Pflanze muss sich anpassen und erholen.
  • Üblicherweise drehen sich die Blätter der Pflanze als erstes wieder in Richtung der Sonne.
    Beim Umpflanzen brechen darüber hinaus haarfeine Wurzeln ab, die für die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen gebraucht werden. Das verursacht für die Pflanze Probleme mit dem Stoffwechsel. Zum Überleben muss die Pflanze diese Schäden zunächst beheben.
  • Während der Erholungsphase können Pflanzenteile abgestoßen werden, weil für sie nicht genug Nährstoffe und/oder Wasser vorhanden sind.
  • Je schneller sich die Pflanze erholt, desto geringer ist das Risiko einer Beschädigung.

Pflege nach dem Umpflanzen

  • Verwöhnen Sie Ihre Pflanze!
  • Beobachten Sie einige Wochen lang, wie sich die Pflanzen entwickeln.
  • Geben Sie den Pflanzen reichlich Wasser, besonders bei trockener Witterung.
  • Wenn Nachtfrost angekündigt ist, schützen Sie die Pflanzen mit Gartenvlies.
  • Untersuchen Sie die Pflanzen sorgfältig auf Schädlinge und Krankheiten, da sie in der Erholungsphase besonders anfällig sind.
  • Schützen Sie die Pflanzen vor starkem Wind.
  • Nach einigen Wochen sollte sich die Pflanze an ihren neuen Standort gewöhnt haben.

In Töpfen kultivierte Pflanzen

Viele Gartenpflanzen – von Stauden bis hin zu Bäumen – werden in Töpfen oder sogenannten Containern kultiviert. Da sich ihre Wurzeln im Topf oder Container vollständig entwickelt haben, ist der Schaden für die Wurzeln beim Umpflanzen nur gering. Sie können sich daher schnell an ihren neuen Standort gewöhnen. Auf diese Weise kultivierte Pflanzen können das ganze Jahr über gepflanzt werden, außer natürlich bei Frost.

Freilandkultur

Bäume und Sträucher stammen häufig aus Freilandkulturen und werden – bei laubabwerfenden Arten – wurzelnackt oder mit einem Wurzelballen geliefert. Damit so eine Pflanze verkaufsfähig wird, wird der Wurzelballen in der Baumschule durch Umstechen oder Umpflanzen in eine kompakte Form gebracht. Für den Transport wird der Wurzelballen mit einem Ballentuch umhüllt.