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Beerenobst

Es gibt verschiedenste Arten von Beerenobst und durch die Züchtung werden immer wieder neue Sorten entwickelt. Einige, wie die Loganbeere bieten Gartenbesitzern vollkommen neue Möglichkeiten und bringen Früchte, die es im Supermarkt nicht gibt. Bekannte Beerenfrüchte sind z.B. die roten, weißen oder schwarzen Johannisbeeren.

Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)

Sie bevorzugen leichte, humusreiche Böden. Alle Sorten sind selbstfruchtbar. Sie blühen im Apri-Mai und fruchten im Juni-Juli – je nach Sorte. Für guten Fruchtertrag benötigen Johannisbeeren regelmäßigen Rückschnitt. Sie tragen ihre Beeren an den kurzen, diesjährigen Seitentrieben, die am vorjährigen Holz wachsen. Etablierte Sorten sind z.B. ´Jonkheer van Teets` (große, dunkelrote und feste Beeren) oder ´Rondom`(große, dunkelrote und leicht saure Beeren).

Weiße Johannisbeere (Ribes rubrum)

Die weißen Johannisbeeren sind eine Variante der Roten. Sie tragen weniger saure, feinaromatische Beeren. Ein Vorteil gegenüber der Roten ist, dass die Früchte der Weißen Johannisbeere weniger stark von Vögeln gefressen werden – sie können offensichtlich den blassen, weißen Farbton weniger gut vom Laub unterscheiden als die leuchtend roten Früchte. Fragen Sie im Fachhandel nach guten Sorten!

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Hier handelt es sich um eine andere Art als bei der Weißen und Roten Johannisbeere. Die Sträucher blühen im Apri-Mai und tragen reiche Frucht am ein- und zweijährigen Holz. Sie benötigen einen anderen Rückschnitt: In jedem Jahr müssen alte, mehr als zweijährige Triebe ausgeschnitten werden. Das weithin bekannte Getränk „Cassis“ wird aus schwarzen Johannisbeeren hergestellt. Roh vom Strauch schmecken sie vielen nicht besonders, aber sie eignen sich hervorragend für Marmelade, Kompott oder auch für dieVerarbeitung im Kuchen.

Stachelbeeren (Ribes uva-crispa)

Stachelbeeren wachsen am besten in nährstoff- und humusreichen Böden. Sie können auch kühlere Temperaturen und sogar Halbschatten gut vertragen. Wählen Sie in jedem Fall Sorten, die wenig anfällig sind für Mehltau (das große Problem bei Stachelbeeren!). Es gibt Sorten mit grünen, weißen und roten Früchten. Der Geschmack der reifen Früchte ist sauer und erfrischend! Die Herkunft der Stachelbeeren ist übrigens unbekannt, es gibt keine natürlichen bzw. wilden Bestände. Die Sträucher blühen im April und fruchten im Juli-August – je nach Sorte etwas früher oder später.

Fragen Sie am besten im Fachhandel nach empfehlenswerten Sorten, wenn Sie sich für Himbeeren interessieren.

Blaubeeren (Vaccinium corymbosum)

Blaubeeren benötigen saure Böden. Man nennt sie deshalb auch Heidelbeeren. Die Sträucher haben eine sehr attraktive Herbstfärbung. Die Früchte ähneln Preiselbeeren, sind allerdings mehr als dreimal so groß wie unsere heimischen Blaubeeren (Vaccinium myrtillus). Groß wachsende Sorten erreichen eine Höhe von bis zu zwei Metern. Die Sträucher blühen im Mai-Juni und fruchten im Juli-August-September. Blaubeeren sind selbstfruchtbar. Die Farbenpalette der Früchte reicht von blassen bis zu tiefblauen Tönen – je nach Sorte.

Fragen Sie am besten im Fachhandel nach empfehlenswerten Sorten, wenn Sie sich für Blaubeeren interessieren.

Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea)

Diese der Heidelbeere ähnliche Pflanze ist in Nord-West-Europa heimisch und wächst bevorzugt auf sauren Böden. Die Sträucher sind immergrün. Die Pflanzen blühen recht unscheinbar im Mai und tragen ihre roten Früchte zwischen September und November. Sie werden zu Marmelade oder Gelee verarbeitet.

Cranberry (Vaccinium macrocarpon)

Die Cranberry, auch Moosbeere genannt, blüht im Juni-Juli. Erntereif sind die Früchte dann im September-Oktober. Die Sträucher wachsen gut auf leichten, sandigen Böden. Die Früchte werden vor allem zu Konfitüre oder Kompott verarbeitet und eignen sich hervorragend als Beilage zu Rotfleisch-Gerichten.

Wussten Sie das? Diese ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze hat sich auf den niederländischen Wattinseln vor der Küste von Nordholland (Terschelling und Vlieland) ausgewildert. Dort hat sich eine starke Produktion etabliert, die die Beeren nutzt, die in den Dünen geerntet werden.

Brombeeren (Rubus fruticosus)

Brombeeren stellen keine besonderen Anforderungen an den Standort. Man unterscheidet dornenlose und dornige Sorten. Sie blühen – je nach Sorte im Mai-Juni oder im Juli-August. Dementsprechend verschoben sind auch die Erntezeiten zwischen Juli und Oktober.
Fragen Sie am besten im Fachhandel nach empfehlenswerten Sorten, wenn Sie sich für Brombeeren interessieren – wobei es sich in den meisten Fällen empfiehlt, dornenlose Sorten zu wählen.

Himbeeren (Rubus idaeus)

Himbeeren werden bei uns schon seit Jahrhunderten kultiviert. Die Pflanzen werden normaler Weise an Drähte gepflanzt, an die die Triebe fest angebunden werden. Jedes Jahr wachsen neue fruchttragende Zweige nach. Die alten Zweige müssen jährlich abgeschnitten werden. Die im Sommer Frucht tragenden Himbeeren blühen im Mai-Juni. Fragen Sie am besten im Fachhandel nach empfehlenswerten Sorten, wenn Sie sich für Himbeeren interessieren.

Erdbeeren (Fragaria x ananassa)

Erdbeeren gibt es in verschiedensten Arten: kleine, dafür sehr aromatische Wilderdbeeren, sommerfruchtende (Juni-Juli) und sogar über einen langen Zeitraum bis zum Frost tragende – so genannte Monatserdbeeren. Die Sortenauswahl ist sehr groß, am besten wählen Sie nach ihren Wünschen hinsichtlich Fruchtgröße und Geschmack selbst aus. Fragen Sie im Fachhandel nach empfehlenswerten Sorten, wenn Sie sich für Erdbeeren interessieren.